Wie lassen sich die Mängel beheben, die bei der Herstellung von Spandex-Strickwaren leicht auftreten?
Bei der Herstellung von Spandex-Geweben auf großen Rundstrickmaschinen treten häufig Phänomene wie das Ablösen, Verdrehen und Reißen von Spandex-Fasern auf. Die Ursachen dieser Probleme werden im Folgenden analysiert und Lösungsansätze erläutert.
1 Fliegender Spandex
„Fliegender Spandex“ (auch bekannt als „fliegende Seide“) bezeichnet das Phänomen, dass Spandexfäden während des Produktionsprozesses aus dem Garnführer herauslaufen und dadurch nicht mehr ordnungsgemäß zu den Stricknadeln transportiert werden können. Ursache hierfür ist in der Regel ein zu großer oder zu geringer Abstand des Garnführers zu den Stricknadeln. In diesem Fall muss die Position des Garnführers angepasst werden. Zusätzlich sollte bei Auftreten von fliegendem Spandex die Zug- und Wickelspannung entsprechend erhöht werden.
2-lagiger Spandex
Beim sogenannten „Umschlagen von Spandex“ (auch bekannt als „Umschlagen von Seide“) wird das Spandexgarn während des Webprozesses nicht in den Stoff eingewebt, sondern läuft aus dem Gewebe heraus, was zu Unebenheiten an der Stoffoberfläche führt. Die Ursachen und Lösungen sind folgende:
a. Eine zu geringe Spandex-Spannung kann leicht zum Aufrollen des Garns führen. Daher ist es in der Regel notwendig, die Spandex-Spannung zu erhöhen. Beispielsweise sollte beim Weben eines Spandex-Gewebes mit einer Garnstärke von 18 tex (32S) oder 14,5 tex (40S) die Spandex-Spannung auf 12–15 g eingestellt werden. Falls das Garn aufgerollt ist, kann man mit einer Stricknadel ohne Nadeln die Spandex-Fasern auf der Rückseite des Gewebes glattstreichen, um eine glatte Stoffoberfläche zu erhalten.
b. Eine falsche Positionierung des Senkerings oder des Einstellrads kann ebenfalls zu Drahtverdrehungen führen. Daher ist es wichtig, beim Einstellen der Maschine auf das korrekte Verhältnis zwischen Stricknadel und Senker sowie zwischen Zylindernadel und Einstellradnadel zu achten.
c. Eine zu hohe Garnverdrehung erhöht die Reibung zwischen Elastan und Garn beim Stricken, was zum Umknicken führen kann. Dies lässt sich durch eine Verbesserung der Garnverdrehung (z. B. durch Entfetten) beheben.
3. Kaputtes oder zu enges Spandex
Wie der Name schon sagt, bezeichnet „gebrochenes Spandex“ das Reißen von Spandexgarn; „zu straffes Spandex“ hingegen beschreibt die Spannung des Spandexgarns im Stoff, die zu Faltenbildung an der Stoffoberfläche führt. Die Ursachen beider Phänomene sind dieselben, jedoch unterschiedlich stark ausgeprägt. Ursachen und Lösungen sind im Folgenden aufgeführt:
a. Die Stricknadeln oder Senker sind stark abgenutzt, und das Spandexgarn wird beim Stricken zerkratzt oder reißt, was durch den Austausch der Stricknadeln und Senker behoben werden kann;
b. Die Position des Garnzuführers ist zu hoch oder zu weit entfernt, was dazu führt, dass das Spandexgarn beim Teilweben zuerst abfliegt und dann reißt. Die Position des Garnzuführers muss angepasst werden.
c. Die Garnspannung ist zu hoch oder die Spandex-Durchführungsposition ist nicht gleichmäßig, was zu Spandex-Brüchen oder -Verspannungen führt. Passen Sie in diesem Fall die Garnspannung an die Anforderungen an und justieren Sie die Position der Spandex-Lampe.
d. Umherfliegende Blüten blockieren die Garnzuführung oder das Spandexrad dreht sich nicht frei. Reinigen Sie die Maschine in diesem Fall umgehend.
4. Spandex essen
Beim Verzehr von Spandex werden Spandexgarn und Baumwollgarn gleichzeitig in die Garnzuführung eingespeist, anstatt wie üblich in die Nadelhaken eingeführt zu werden. Dadurch vertauschen sich die Positionen der Spandexgarn- und Baumwollgarnabschnitte auf der Stoffoberfläche.
Um das Phänomen des Spandex-Einziehens zu vermeiden, sollte der Abstand zwischen Garn und Spandexgewebe nicht zu gering sein und die Maschinenschneidanlage gereinigt werden. Zudem kann es zu Spandex-Einziehen kommen, wenn die Garnspannung zu hoch und die Spandex-Spannung zu niedrig ist. Der Mechaniker muss die Spannung anpassen und prüfen, ob das Spandexgewebe den Anforderungen entspricht.
Veröffentlichungsdatum: 15. März 2021