Anwendung eines Wechselrichters an einer Rundstrickmaschine

1. Einführung der Rundstrickmaschinentechnologie

1. Kurze Einführung in die Rundstrickmaschine

Die Rundstrickmaschine (siehe Abbildung 1) ist ein Gerät, das Baumwollgarn zu Schlauchware verwebt. Sie wird hauptsächlich zum Stricken verschiedener Arten von Reliefstrickwaren, T-Shirt-Stoffen, gemusterten Stoffen mit Löchern usw. verwendet. Je nach Bauart unterscheidet man zwischen Single-Jersey- und Double-Jersey-Rundstrickmaschinen, die in der Textilindustrie weit verbreitet sind.

https://www.mortonknitmachine.com/single-jersey-knitting-machine-product/2. Prozessanforderungen

(1) Der Wechselrichter muss eine hohe Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen aufweisen, da die Temperatur in der Arbeitsumgebung vor Ort relativ hoch ist und Watte leicht zum Stillstand des Lüfters und zu dessen Beschädigung führen und die Kühlöffnungen verstopfen kann.

(2) Eine flexible Tippbetriebsfunktion ist erforderlich. Tipptasten sind an vielen Stellen des Geräts angebracht, und der Wechselrichter muss schnell reagieren.

(3) Für die Geschwindigkeitsregelung sind drei Geschwindigkeiten erforderlich. Die erste ist die Schrittgeschwindigkeit, üblicherweise um die 6 Hz; die zweite ist die normale Webgeschwindigkeit mit einer maximalen Frequenz von bis zu 70 Hz; die dritte ist die langsame Sammelgeschwindigkeit, die eine Frequenz von etwa 20 Hz erfordert.

(4) Während des Betriebs der Rundstrickmaschine sind Drehrichtungsumkehr und Rotation des Motors strengstens untersagt, da sonst die Nadeln des Nadelbetts verbogen oder gebrochen werden können. Bei Rundstrickmaschinen mit Einphasenlager ist dies nicht relevant. Dreht sich das System vorwärts und rückwärts, hängt der Betrieb vollständig von der Drehrichtung des Motors ab. Zum einen muss eine Rückwärtsdrehung verhindert werden können, zum anderen muss eine Gleichstrombremse zur vollständigen Unterbrechung der Rotation vorhanden sein.

Wechselrichter

3. Leistungsanforderungen

Beim Weben ist die Last hoch, und der Anlaufvorgang muss schnell erfolgen. Daher benötigt der Frequenzumrichter eine niedrige Frequenz, ein hohes Drehmoment und eine schnelle Reaktionszeit. Der Frequenzumrichter arbeitet im Vektorregelungsmodus, um die Drehzahlstabilisierung des Motors und die Drehmomentabgabe im niedrigen Frequenzbereich zu verbessern.

4. Steuerverdrahtung

Die Steuerung der Rundstrickmaschine erfolgt über einen Mikrocontroller oder eine SPS mit Mensch-Maschine-Schnittstelle. Der Frequenzumrichter wird über Klemmen gestartet und gestoppt, die Frequenz wird analog oder mehrstufig eingestellt.

Für die Geschwindigkeitsregelung gibt es grundsätzlich zwei Verfahren. Das eine Verfahren nutzt analoge Frequenzeinstellungen. Unabhängig davon, ob es sich um Tippbetrieb oder Schnell- und Langsamlauf handelt, werden die analogen Signale und Betriebsanweisungen vom Steuerungssystem vorgegeben. Das andere Verfahren verwendet einen Frequenzumrichter. Dieser verfügt über eine integrierte mehrstufige Frequenzeinstellung. Das Steuerungssystem gibt ein mehrstufiges Frequenzschaltsignal aus, der Tippbetrieb wird vom Umrichter selbst realisiert, und die Frequenz für den Schnelllauf wird entweder analog oder digital vom Umrichter eingestellt.

2. Anforderungen vor Ort und Inbetriebnahmeplan

(1) Anforderungen vor Ort

Die Anforderungen an die Steuerungsfunktion von Frequenzumrichtern in Rundstrickmaschinen sind vergleichsweise gering. Üblicherweise werden Start und Stopp über Klemmen gesteuert, die Frequenz wird analog vorgegeben oder über mehrere Geschwindigkeiten eingestellt. Für den Betrieb bei niedrigen Drehzahlen ist eine schnelle Steuerung erforderlich, daher muss der Frequenzumrichter den Motor so ansteuern, dass er ein hohes Drehmoment bei niedriger Frequenz erzeugt. In der Regel ist für Rundstrickmaschinen der V/f-Betrieb des Frequenzumrichters ausreichend.

(2) Debugging-Schema Das von uns verwendete Schema ist: Sensorloser Stromvektor-Wechselrichter der Serie C320 Leistung: 3,7 und 5,5 kW

3. Debugging-Parameter und Anweisungen

1. Schaltplan

Diagramm

2. Debug-Parametereinstellungen

(1) F0.0=0 VF-Modus

(2) F0.1=6 Frequenzeingangskanal externes Stromsignal

(3) F0.4=0001 Externe Terminalsteuerung

(4) F0,6=0010 Die Verhinderung der Rückwärtsrotation ist gültig

(5) F0,10=5 Beschleunigungszeit 5S

(6) F0,11=0,8 Verzögerungszeit 0,8S

(7) F0,16=6 Trägerfrequenz 6K

(8) F1.1=4 Drehmomentverstärkung 4

(9) F3.0=6 X1 auf Vorwärtsjoggen einstellen

(10) F4.10=6 Stellen Sie die Jog-Frequenz auf 6 Hz ein.

(11) F4.21=3.5 Die Beschleunigungszeit beim Joggen auf 3,5 s einstellen.

(12) F4.22=1.5 legt die Verzögerungszeit beim Joggen auf 1,5 s fest.

Hinweise zum Debuggen

(1) Zuerst einmal joggen, um die Drehrichtung des Motors zu ermitteln.

(2) Hinsichtlich der Probleme von Vibrationen und langsamer Reaktion beim Joggen müssen die Beschleunigungs- und Verzögerungszeiten beim Joggen den Anforderungen entsprechend angepasst werden.

(3) Das Drehmoment bei niedrigen Frequenzen kann durch Anpassen der Trägerwelle und durch Drehmomentverstärkung verbessert werden.

(4) Watte verstopft den Luftkanal, wodurch der Lüfter blockiert und die Wärmeabfuhr des Wechselrichters beeinträchtigt wird. Dieses Problem tritt häufig auf. Derzeit ignoriert der Wechselrichter in der Regel den Überhitzungsalarm und entfernt die Flusen im Luftkanal manuell, bevor er weiterbetrieben wird.


Veröffentlichungsdatum: 08.09.2023
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