Wie sollte die Kleidung der Zukunft aussehen? Die Arbeit von Luo Lingxiao, der Designerin des Santoni Pioneer Project, eröffnet uns eine neue Perspektive.
Inkrementelle Fertigung
Inkrementelle Fertigung bezeichnet üblicherweise die 3D-Drucktechnologie. Basierend auf dem Prinzip der Materialakkumulation werden verschiedene Materialien wie Metalle, Nichtmetalle, medizinische und biologische Werkstoffe etc. schnell akkumuliert und mithilfe von Software und numerischen Steuerungssystemen geformt. Die gefertigten Teile entsprechen nahezu dem Endprodukt oder erfordern nur eine minimale Nachbearbeitung.
Wer die nahtlose Stricktechnologie von Santoni versteht, erkennt, dass das Prinzip nahtloser Strickwaren viele Gemeinsamkeiten mit der inkrementellen Fertigung aufweist: Garne werden nach ihren Funktionen ausgewählt und die gewünschten Formen an den entsprechenden Stellen hergestellt. Obwohl die älteste Strickstruktur älter ist als die Chinesische Mauer von Qin Shihuang, ermöglicht uns der Einsatz moderner Maschinen – bei entsprechender Kreativität – die Herstellung unerwarteter Produkte.
Starre und flexible Materialien
Die Welt der Materialien ist Ausdruck menschlicher Technologie und Kultur. Bekleidungsmaterialien haben sich von einer einzigen Naturfaser zu vielfältigen Funktionsmaterialien entwickelt. Jedes Material mit unterschiedlichen Funktionen besitzt jedoch seine eigenen Eigenschaften, die ein harmonisches Zusammenspiel auf einem Kleidungsstück ermöglichen. Daher ist es notwendig, Elastizität und Haptik der Materialien optimal zu kombinieren, um eine sinnvolle Webstruktur zu erzielen.
Mit geeigneten Fertigungsmethoden und Materialien hat der Designer Luo Lingxiao die Bekleidung weiter in Richtung intelligenter Hardware weiterentwickelt und innovative Ergebnisse in der 3D-Bildsimulation und Sensorinteraktion erzielt.
Veröffentlichungsdatum: 12. Januar 2021

