Die 2+2-Rippenanordnung des Nadelrads und die Nadelrille des Nadelzylinders sind abwechselnd angeordnet. Bei der Anordnung von Nadelplatte und Nadelzylinder wird jeweils eine Nadel in die Nadelreihe eingezogen, was zu den Rippengeweben mit Nadelziehmechanismus zählt. Während des Produktionsprozesses können Löcher auftreten. Neben den üblichen Justiermethoden ist beim Weben dieser Rippenstruktur der Abstand zwischen den Zylindermündungen möglichst gering. Dadurch wird die Länge des Setzungsbogens reduziert, der beim Verweben der Nadeln von Nadelrad und Zylinder entsteht.
Das schematische Diagramm der Spulenstruktur ist in Abbildung 1 dargestellt. Da die Größe von L die Verteilung der Schlaufen direkt bestimmt, besteht eine weitere Funktion darin, durch die Entspannung der Drehung dieses Garnabschnitts ein Drehmoment zu erzeugen. Dieses zieht die Schlaufen a und b zusammen, sodass sie sich schließen und überlappen und so ein einzigartiges Gewebemuster bilden. Auch für das Auftreten von Löchern spielt die Größe von L eine wichtige Rolle. Denn bei gleicher Fadenlänge gilt: Je größer L, desto kürzer die von den Schlaufen a und b belegte Garnlänge und desto kleiner die gebildeten Schlaufen; und je kleiner L, desto länger die von den Schlaufen a und b belegte Garnlänge. Dadurch wird die Spule größer.
Gründe für die Entstehung von Löchern und spezifische Lösungen
1. Der Hauptgrund für die Entstehung von Löchern ist, dass das Garn während des Webprozesses eine Kraft erfährt, die seine eigene Reißfestigkeit übersteigt.Diese Kraft kann während des Garnvorschubs entstehen (die Garnvorschubspannung ist zu hoch), sie kann durch eine zu große Biegetiefe verursacht werden oder dadurch, dass der Stahlspinnwebstuhl und die Stricknadel zu nah beieinander liegen. Durch Anpassen der Biegetiefe des Garns und der Position des Stahlspinnwebstuhls lässt sich das Problem beheben.
2. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die alte Schlaufe nach dem Entwirren nicht vollständig von der Nadel zurückgezogen werden kann, weil die Spannung beim Wickeln zu gering oder die Biegetiefe der Nadelplatte zu gering ist.Beim erneuten Anheben der Stricknadel reißt die alte Masche. Dies lässt sich durch Anpassen der Fadenspannung oder der Biegetiefe beheben. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Stricknadel zu wenig Garn aufnimmt (d. h. der Stoff ist zu dick und der Faden zu kurz). Dadurch ist die Maschenlänge zu klein, kleiner als der Nadelumfang, und die Masche löst sich auf. Schwierigkeiten entstehen, wenn die Nadel bricht. Dies lässt sich durch Erhöhen der Garnmenge beheben.
3. Die dritte Möglichkeit besteht darin, dass bei normaler Garnzufuhr das L-Segment-Garn aufgrund der hohen Zylinderöffnung zu lang ist und die Schlaufen a und b zu klein sind. Dadurch lässt es sich nur schwer abwickeln und die Schlaufe kann abbrechen, was letztendlich zum Reißen führt. In diesem Fall muss die Zylinderöffnung verkleinert werden. Dies lässt sich beheben, indem die Höhe des Einstellrads und der Abstand zwischen den Zylinderöffnungen verringert werden.
Beim Rippenstricken mit Postpositionsstrickmaschine ist die Masche oft zu klein und reißt beim Abwickeln. Da in dieser Position die Nadeln des Drehknopfs und des Zylinders gleichzeitig zurückgezogen werden, ist die Maschenlänge deutlich größer als die beim Abwickeln benötigte. Beim schrittweisen Abwickeln gleiten zuerst die Zylinderstricknadeln und anschließend die Nadelplatte von der Masche ab. Durch die Maschenübertragung ist beim Abwickeln keine große Maschenlänge erforderlich. Beim Gegenpositionsstricken reißt die Masche ebenfalls oft beim Abwickeln, wenn sie zu klein ist. Da die alte Masche beim Positionieren gleichzeitig von den Nadeln des Drehknopfs und des Zylinders abgenommen wird, ist die zum Abwickeln benötigte Maschenlänge größer als beim eigentlichen Abwickeln, obwohl gleichzeitig abgewickelt wird.
Bei der praktischen Fertigung führt die übliche Postpositionsstrickerei, bei der die Nadeln des Zylinders vor den Nadeln des Drehrads gebogen werden, oft zu einem dichten und klaren Maschenbild im Zylinderbereich, während die Maschen des Drehrads locker sind. Die Längsstreifen an den Seiten des Gewebes weisen große Abstände auf, die Gewebebreite ist größer und die Elastizität gering. Die Ursache hierfür liegt hauptsächlich in der relativen Position von Drehrad- und Zylindernocken. Bei der Postpositionsstrickerei wird die Nadel des Zylinders zuerst freigegeben, wodurch die abgenommene Masche nach dem Abheben der Nadeln extrem locker wird. Obwohl sich nur zwei neu zugeführte Fäden in der Masche befinden, wird die alte Masche im Drehrad, während sie gerade erst mit dem Abwickeln beginnt, von den Nadeln des Drehrads gedehnt und verfestigt. Gleichzeitig ist die alte Masche im Zylinder gerade erst abgewickelt und sehr locker. Da die alten Maschen der Zifferblattnadel und die alten Maschen des Nadelzylinders aus demselben Garn bestehen, übertragen die alten Maschen der lockeren Nadelzylindernadeln einen Teil des Garns auf die alten Maschen der festen Zifferblattnadeln, wodurch sich die Spule der Zifferblattnadel reibungslos abwickelt.
Durch den Garntransfer ziehen sich die gelösten Maschen der Zylindernadel wieder zusammen, während sich die Maschen der ursprünglich straffen Drehnadel lockern. Dadurch wird das Ablösen der Maschen gleichmäßig. Sind sowohl die Zylindernadel als auch die Drehnadel bereits abgelöst, bleiben die durch den Maschentransfer festgezogenen Maschen der Zylindernadel weiterhin straff, und die durch den Maschentransfer gelockerten Maschen der Drehnadel sind nach dem Ablösen noch locker. Führen Zylinder- und Drehnadel nach dem Ablösen keine weiteren Aktionen aus und gehen direkt in den nächsten Strickvorgang über, ist der dabei entstandene Maschentransfer irreversibel. Dies führt zu einem Nachstrickmuster: Die Rückseite des Strickstücks ist locker, die Vorderseite hingegen straff. Dadurch vergrößern sich Streifenabstand und -breite.
Veröffentlichungsdatum: 27. September 2021


