Das Wachstum des Warenhandels verlangsamt sich im ersten Halbjahr 2022 und wird sich im zweiten Halbjahr 2022 weiter verlangsamen.
Die Welthandelsorganisation (WTO) gab kürzlich in einem Statistikbericht bekannt, dass sich das Wachstum des Welthandels im ersten Halbjahr 2022 aufgrund der anhaltenden Auswirkungen des Ukraine-Krieges, der hohen Inflation und der COVID-19-Pandemie verlangsamt hat. Im zweiten Quartal 2022 sank die Wachstumsrate im Jahresvergleich auf 4,4 Prozent, und für das zweite Halbjahr wird eine weitere Abschwächung erwartet. Mit der Abschwächung der Weltwirtschaft dürfte sich das Wachstum auch 2023 weiter verlangsamen.
Der Welthandel mit Waren und das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) erholten sich 2021 deutlich, nachdem sie 2020 infolge des Ausbruchs der COVID-19-Pandemie zurückgegangen waren. Das Handelsvolumen stieg 2021 um 9,7 %, das BIP zu Marktwechselkursen um 5,9 %.
Der Handel mit Waren und Dienstleistungen verzeichnete im ersten Halbjahr nominal in US-Dollar jeweils ein zweistelliges Wachstum. Wertmäßig stiegen die Warenexporte im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent.
Der Warenhandel erholte sich 2021 deutlich, da die Nachfrage nach Importgütern sich weiter von dem durch die Pandemie 2020 ausgelösten Einbruch erholte. Lieferkettenunterbrechungen bremsten das Wachstum im Laufe des Jahres jedoch zunehmend.
Mit dem Anstieg des Warenhandels im Jahr 2021 wuchs das weltweite BIP zu Marktwechselkursen um 5,8 % und lag damit deutlich über der durchschnittlichen Wachstumsrate von 3 % im Zeitraum 2010–2019. Im Jahr 2021 wird der Welthandel etwa 1,7-mal so schnell wachsen wie das weltweite BIP.
Veröffentlichungsdatum: 12. Dezember 2022

