Chenillegarn ist ein Effektgarn mit besonderer Form und Struktur. Es wird üblicherweise aus zwei Kernfäden gesponnen, die mit einem dazwischenliegenden Federgarn verzwirnt werden. Chenillegarn besteht aus einem Kernfaden und gebrochenen Samtfasern. Die gebrochenen Samtfasern erzeugen einen flauschigen Effekt an der Oberfläche. Der Kernfaden dient der Stabilisierung und dem Schutz der gebrochenen Samtfasern und sorgt für die Festigkeit des Produkts. Als Kernfaden wird in der Regel ein besonders reißfestes Garn verwendet, beispielsweise Acryl- oder Polyestergarn, aber auch ein stärker gezwirntes Baumwollgarn ist möglich. Das gebrochene Samtmaterial besteht hauptsächlich aus weichen Viskose- oder Baumwollfasern mit guter Feuchtigkeitsaufnahme. Alternativ kann auch flauschiges, weiches Acryl verwendet werden.
Gängige Materialkombinationen für den Samtkern von Chenillegarnen sind beispielsweise Viskose/Acryl, Baumwolle/Polyester, Viskose/Baumwolle und Acryl/Polyester. Aufgrund ihrer Verarbeitungseigenschaften sind Chenillegarne in der Regel dicker und weisen eine Feinheit von über 100 tex auf. Wegen dieser hohen Feinheit und des dichten Flors wird Chenillegarn üblicherweise nur als Schussgarn in Webwaren verwendet.
01 Spinnprinzip von Chenillegarn
Förderung und Positionierung des Kernfadens:Beim Spinnprozess wird der Kernfaden in einen oberen und einen unteren Kernfaden geteilt. Durch die Zugwalze werden diese von der Spule abgewickelt und gemeinsam zugeführt. Mithilfe des Walzen- und Abstandshalters werden die oberen und unteren Kernfäden beidseitig des Federgarns platziert und befinden sich jeweils mittig darin.
Einführung und Zuschnitt von Federgarn:Federgarn besteht aus zwei oder drei Einzelfäden. Der Einzelfaden wird von der Spule abgewickelt und durch die schnelle Rotation des Spinnkopfes verdrillt, wodurch die Bündelung des Federgarns verstärkt wird. Gleichzeitig wird er auf das Drahtgewebe aufgewickelt. Auf dem Drahtgewebe bildet sich eine Garnschlinge, die mit der Rotation des Walzenbogens nach unten gleitet. Beim Abschneiden in kurze Federn werden diese zusammen mit dem oberen Kern zur Steuerwalze transportiert und mit dem unteren Kern vereinigt.
Verdrehen und Formen:Durch die schnelle Rotation der Spindel wird der Kernfaden schnell verdrillt und durch Verdrillen fest mit dem Federfaden verbunden, wodurch ein voluminöses Chenillegarn entsteht; gleichzeitig wird es auf die Spule gewickelt, wodurch das Schlauchgarn gebildet wird.
Chenillegarn fühlt sich weich an und hat einen samtigen Griff. Es findet breite Anwendung in Samt- und Dekostoffen. Gleichzeitig kann es auch direkt als Flechtgarn verwendet werden. Chenillegarn verleiht Produkten eine voluminöse Haptik und sorgt für einen luxuriösen, weichen Griff, einen voluminösen Veloursleder-Look und einen schönen Fall. Daher wird es häufig für Sofabezüge, Tagesdecken, Bettdecken, Tischdecken, Teppiche und andere Inneneinrichtungen wie Wanddekorationen, Vorhänge und Gardinen sowie für verschiedene Strickwaren verwendet.
02 Die Vor- und Nachteile von Chenillegarn
Vorteile:Der aus Chenillegarn gefertigte Stoff bietet viele Vorteile. Vorhänge daraus können Licht und Schatten regulieren und so unterschiedlichen Lichtbedürfnissen gerecht werden. Sie bieten außerdem Schutz vor Wind und Staub, isolieren und speichern Wärme, reduzieren Lärm und verbessern das Raumklima. Die gelungene Kombination aus Dekoration und Funktionalität ist daher das größte Merkmal von Chenille-Vorhängen. Teppiche aus Chenillegarn sind temperaturregulierend, antistatisch, feuchtigkeitsabsorbierend und können das 20-fache ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen.
Nachteile:Stoffe aus Chenillegarn weisen aufgrund der Materialeigenschaften einige Nachteile auf, wie beispielsweise das Einlaufen nach dem Waschen. Daher können sie nicht gebügelt werden, um ein Ausfransen und Verfilzen zu vermeiden. Dies, insbesondere an der Vorderseite des Produkts, mindert dessen Wert erheblich.
Veröffentlichungsdatum: 24. November 2021



