Bei der Untersuchung der nachgelagerten Bereiche der Baumwollspinnerei wurde festgestellt, dass im Gegensatz zu den Lagerbeständen an Rohstoffen und Fertigprodukten in den oberen und mittleren Bereichen der Unternehmen die Lagerbestände an Endprodukten relativ groß sind und die Unternehmen unter operativem Druck stehen, ihre Lagerbestände abzubauen.
Bekleidungsunternehmen legen hauptsächlich Wert auf die Funktionalität der Stoffe und schenken den Rohstoffen weniger Beachtung. Man kann sogar sagen, dass Chemiefasern mehr Aufmerksamkeit erhalten als Baumwolle. Der Grund dafür ist, dass Chemiefasern stark vom Erdölpreis beeinflusst werden und ihre Preise und ihr Verbrauch stärker schwanken als bei Baumwolle. Zudem schreitet die funktionale und technische Weiterentwicklung von Chemiefasern schneller voran als die von Baumwolle, weshalb Unternehmen in der Produktion mehr Chemiefasern einsetzen.
Ein Bekleidungsunternehmen gab bekannt, dass sich der Baumwollanteil in seinen Produkten zukünftig nicht wesentlich verändern wird. Da Baumwollfasern nur eine geringe Dehnbarkeit aufweisen, sind keine großen Veränderungen auf dem Konsummarkt zu erwarten. Langfristig wird der Baumwollanteil nicht steigen, sondern sogar leicht sinken. Aktuell bestehen die Produkte der Unternehmen fast ausschließlich aus Mischgeweben mit einem geringen Baumwollanteil. Da Kleidung das Hauptverkaufsargument ist, stößt reine Baumwollkleidung aufgrund der Fasereigenschaften an ihre Grenzen, und es mangelt an technologischen Innovationen und Verbesserungen der Produktfunktionalität. Reine Baumwollkleidung ist derzeit kein Massenprodukt mehr und findet nur noch in einigen Bereichen wie Baby- und Unterwäsche Verwendung, wo sie möglicherweise noch die Aufmerksamkeit der Verbraucher auf sich zieht.
Das Unternehmen konzentrierte sich stets auf den Inlandsmarkt und war durch die Auswirkungen des Außenhandels eingeschränkt. Während der Pandemie ging der Konsum zurück, und die Lagerbestände an Bekleidung waren hoch. Da sich die Wirtschaft nun langsam erholt, hat das Unternehmen für dieses Jahr ein höheres Wachstumsziel für den Bekleidungsabsatz festgelegt. Derzeit ist der Wettbewerb auf dem Inlandsmarkt intensiv, und die Lage ist angespannt. Allein die Anzahl der inländischen Herrenbekleidungsmarken geht in die Zehntausende. Daher besteht ein gewisser Druck, das gesteckte Wachstumsziel in diesem Jahr zu erreichen. Angesichts der hohen Lagerbestände und des starken Wettbewerbs haben die Unternehmen einerseits ihre Lagerbestände durch niedrige Preise, Fabrikverkäufe etc. abgebaut; andererseits haben sie ihre Anstrengungen in der Forschung und Entwicklung neuer Produkte verstärkt, um die Produktqualität und die Markenbekanntheit weiter zu steigern.
Veröffentlichungsdatum: 24. April 2023

