In den ersten drei Quartalen 2020, nach den schweren Auswirkungen der wirtschaftlichen und handelspolitischen Spannungen zwischen China und den USA sowie der globalen COVID-19-Pandemie, hat sich das Wirtschaftswachstum Chinas von rückläufig zu steigend gewandelt. Die Wirtschaftstätigkeit erholte sich stetig, Konsum und Investitionen stabilisierten sich und erholten sich, und die Exporte übertrafen die Erwartungen. Die wichtigsten Indikatoren der Textilindustrie verbesserten sich allmählich und zeigten einen stetigen Aufwärtstrend. Vor diesem Hintergrund erholte sich die Textilmaschinenindustrie in den ersten drei Quartalen insgesamt, und der Rückgang der wirtschaftlichen Indikatoren der Branche verringerte sich weiter. Angetrieben durch die Nachfrage nach Textilmaschinen zur Pandemiebekämpfung stiegen die Exporte deutlich an. Der Weltmarkt hat sich jedoch noch nicht vollständig von dem durch die Pandemie verursachten Tiefpunkt erholt, und der Druck auf Produktion und Betrieb der Textilmaschinenindustrie bleibt bestehen.
Von Januar bis September 2020 beliefen sich die Gesamtkosten der Textilmaschinenunternehmen über einer bestimmten Größe auf 43,77 Milliarden Yuan, ein Rückgang von 15,7 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Untersuchung von Schlüsselunternehmen
Der chinesische Textilmaschinenverband befragte 95 führende Textilmaschinenhersteller zu ihrer Geschäftslage in den ersten drei Quartalen 2020. Die Ergebnisse zeigen eine Verbesserung gegenüber dem ersten Halbjahr. Bei 50 % der Unternehmen ging der Betriebsgewinn in unterschiedlichem Ausmaß zurück. 11,83 % der Unternehmen verzeichneten einen Auftragsrückgang von über 50 %, während die Preise für Textilmaschinenprodukte tendenziell stabil blieben oder sanken. 41,76 % der Unternehmen verfügen über den gleichen Lagerbestand wie im Vorjahr, und die Kapazitätsauslastung liegt bei 46,15 % über 80 %. Die Unternehmen sehen ihre aktuellen Herausforderungen vor allem in unzureichenden in- und ausländischen Märkten, steigendem Kostendruck und blockierten Vertriebskanälen. Hersteller von Web-, Strick-, Chemiefaser- und Vliesstoffmaschinen erwarten für das vierte Quartal eine Verbesserung der Auftragslage gegenüber dem dritten Quartal. Hinsichtlich der Lage der Textilmaschinenindustrie im vierten Quartal 2020 sind 42,47 % der befragten Unternehmen noch nicht sehr optimistisch.
Import- und Exportsituation
Laut Zollstatistik beliefen sich die kumulierten Importe und Exporte von Textilmaschinen meines Landes von Januar bis September 2020 auf 5,382 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 0,93 % gegenüber dem Vorjahr. Davon entfielen 2,050 Milliarden US-Dollar auf Importe von Textilmaschinen (ein Rückgang von 20,89 % gegenüber dem Vorjahr) und 3,333 Milliarden US-Dollar auf Exporte (ein Anstieg von 17,26 % gegenüber dem Vorjahr).
In den ersten drei Quartalen 2020 erholte sich die heimische Wirtschaft, und die Branchen für Rundstrickmaschinen und Kettwirkmaschinen zeigten eine allmähliche Verbesserung. Die Flachstrickmaschinenbranche hingegen stand weiterhin unter starkem Abwärtsdruck. Die Rundstrickmaschinenbranche verzeichnete in den ersten drei Quartalen einen stetigen Aufwärtstrend. Im ersten Quartal waren die Rundstrickmaschinenhersteller von der COVID-19-Pandemie betroffen und konzentrierten sich hauptsächlich auf die Auftragsbearbeitung vor Produktionsbeginn, wodurch der Gesamtabsatz zurückging. Im zweiten Quartal erholte sich der Markt für Rundstrickmaschinen mit der Verbesserung der Lage im Inland. Besonders hervorzuheben sind dabei die Modelle für Feinstrickmaschinen. Seit dem dritten Quartal, mit der Rückkehr der Auslandsaufträge, sind einige Unternehmen der Rundstrickmaschinenbranche überlastet. Laut Statistiken des Verbandes der Textilmaschinenhersteller stieg der Absatz von Rundstrickmaschinen in den ersten drei Quartalen 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 7 %.
Branchenausblick
Insgesamt steht die Textilmaschinenindustrie im vierten Quartal und im Jahr 2021 weiterhin vor zahlreichen Risiken und Herausforderungen. Aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie befindet sich die Weltwirtschaft in einer tiefen Rezession. Der IWF prognostiziert für 2020 einen Rückgang der Weltwirtschaft um 4,4 %. Die Welt erlebt einen beispiellosen Wandel. Das internationale Umfeld wird zunehmend komplexer und volatiler. Unsicherheit und Instabilität haben deutlich zugenommen. Wir werden mit Druck auf die globale Lieferkettenkooperation, einem starken Rückgang von Handel und Investitionen, massivem Arbeitsplatzverlust und geopolitischen Konflikten konfrontiert sein. Es bleiben viele Fragen offen. Obwohl sich die Nachfrage auf dem Inlands- und Auslandsmarkt der Textilindustrie erholt hat, ist sie noch nicht wieder auf dem Normalniveau, und das Vertrauen der Investoren in die Unternehmensentwicklung muss erst wiederhergestellt werden. Laut dem jüngsten Bericht der Internationalen Textilföderation (ITMF) vom September dieses Jahres wird der Umsatz der großen globalen Textilunternehmen im Jahr 2020 aufgrund der Pandemie voraussichtlich um durchschnittlich 16 % sinken. Es wird erwartet, dass es mehrere Jahre dauern wird, die durch die COVID-19-Pandemie entstandenen Verluste vollständig auszugleichen. Vor diesem Hintergrund setzt sich die Marktanpassung in der Textilmaschinenindustrie fort, und der Druck auf Produktion und Betrieb der Unternehmen hat sich noch nicht verringert.
Veröffentlichungsdatum: 24. Dezember 2020


